Kaum überraschend: Studieren ist teuer. Zwar schneidet Deutschland im Vergleich noch
relativ gut ab, da europäische Nachbarn wie beispielsweise Groß- britannien oder die
Niederlande weitaus höhere Studiengebühren verlangen und auch der Mietspiegel zum Teil
deutlich höher liegt. Doch auch hier können die Ausgaben leicht die Einnahmen
übertreffen - und dann wird es schwierig in der Zwickmühle zwischen
Nebenjob und Studium,
zwischen Lernen und Geldverdienen. Eine sinnvolle Maßnahme ist daher das Erstellen
einer Kostenübersicht: Welche Festausgaben gibt es monatlich, welche vielleicht
zusätzlich im Jahr? Erst wer die Ausgaben für seinen eigenen Lebensunterhalt kennt,
kann auch die Finanzierung richtig kalkulieren. Und wer noch nicht studiert, sich aber
optimal auf die Studienzeit vorbereiten möchte, kann ebenfalls einen groben Kostenplan
abschätzen.
Das Studium selbst ist, zumindest als Erststudium innerhalb der Regelstudienzeit, in
Deutschland zum Glück nicht besonders teuer. Trotzdem sollte der halbjährlich fällige
Semesterbeitrag von zwischen 100 und 300 Euro mit einkalkuliert und am Besten frühzeit
zur Seite gelegt werden, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt. Weil das
Semesterticket dabei auch gleichzeitig eine Dauerfahrkarte für die Öffentlichen
Verkehrsmittel vor Ort und in der Umgebung enthält, fallen hier keine zusätzlichen
Kosten an.
Den Löwenanteil studentischer Monatsausgaben macht dabei sehr häufig die
Miete aus. Hier könnte es jedoch kaum größere Unterschiede geben - von einem einfachen
Zimmer im Studentenwohnheim für 100 Euro bis zum WG-Zimmer beispielsweise in München
oder Hamburg für mitunter 500 Euro ist alles möglich. Dabei gilt grundsätzlich, dass
die Kosten in den neuen Bundesländern und auch in Berlin oft noch sehr viel niedriger
sind als im übrigen Teil des Landes. Und selbstverständlich ist Wohnraum in gefragten
Großstädten durchschnittlich teurer als an kleineren Standorten. Zur Miete hinzu
kommen noch Kosten für Telefon und Internet, eventuell für die GEZ sowie für die
Handyrechnung. Und wer bereits über 25 Jahre alt ist, muss zusätzlich noch rund 65
Euro für die Studentische Krankenversicherung einplanen. Allein die Grundkosten
betragen bei vielen Studenten 400 Euro, häufig jedoch mehr. Hinzu kommen unregelmäßige
Ausgaben wie Kleidung und Pflegeprodukte, Arztbesuche und Medikamente.
Als Gesamtbedarf pro Monat sollte je nach Standort und Anspruch mit etwa 600-800 Euro
Kosten gerechnet werden.
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